Dienstag, 23. April 2013

Alles geschafft!

Wir sind nun wieder zuhause und ich fasse hier kurz unser Odyssee zusammen, denn leider ging heute ein bisschen was bei der OP Planung schief. Gestern beim Gespräch mit der Anästhesistin wurde uns mitgeteilt, dass unser OP Termin um 8 Uhr in der Früh sein wird. Das heißt, das letzte mal Stillen um 4 Uhr in der Früh. Ich hatte keinen Schimmer wie ich es schaffen sollte, Theo nüchtern zu halten über einen so langen Zeitraum hinweg. Aber nun gut, wir haben die Nacht hinter uns gebracht und zum Glück hatten wir eine ganz ganz liebe Zimmernachbarin (ebenso eine Klumpfuß Mami). Ihre kleine Tochter (auch 7 Wochen alt) und mein Theo hatten die ganze Zeit über immer zur selben Zeit Hunger und wir haben es tatsächlich geschafft, auch in der Nacht einen gleichen Stillrythmus zu haben.

So konnte man sich über die Ängste und Sorgen auch Nachts gut austauschen. Die Kleine S. hätte ihren OP Termin um 7 Uhr haben sollen, also genau eine Stunde vor uns, doch es hat sich alles nach hinten verzögert, da bei der OP Organisation und Terminkommunikation einiges schief gelaufen ist. Die Kleine kam dann erst um halb 9 dran und wir somit auch erst viel viel später. Die Kleinen mussten somit notgedrungener Maßen länger nüchtern bleiben als geplant und das war für uns Mütter eine stressige und unangenehme Herausforderung, denn einem kleinen Zwerg kann man nicht erklären, warum es jetzt nicht an die Brust darf. Wir waren also Stunden damit beschäftigt die Kleinen ganz dicht bei uns zu tragen und immer wieder in den Schlaf zu wippen, damit der Hunger nicht zu groß wurde.

Auf der anderen Seite war die Verspätung nicht so schlecht, denn das Y-Chromosom hat doch tatsächlich verschlafen!!!!! Eine Nacht durchschlafen und dann gleich einmal beide Wecker nicht hören. Einen bösen Blick beim Eintreffen vom Y-Chromosom konnte ich mir nicht verkneifen, doch der Ärger war schnell verflogen, denn nun mussten wir uns voll und ganz auf unseren kleinen Zwerg konzentrieren.

Endlich wurden wir abgeholt und konnten Richtung Op Saal gehen. Dort angekommen lies man uns wieder fast 45 Minuten warten, da der OP Saal noch gereinigt werden musste. Somit standen wir nun in der Schleuse bei frischen Temperaturen und musste weiterhin versuchen unser Kind zu beruhigen. Naja, gar nicht mal so einfach, wenn die Eltern selbst sehr angespannt und nervös sind. Mein Arm viel mir schon langsam vom vielen Tragen fast ab (unser Sohn hat schon 6 Kilo) und ich hatte kein Gefühl mehr in den Fingern, doch ich wollte ihn um nichts auf der Welt aus meinen Armen geben.

Half alles nichts, denn die Anästhesistin kam und nahm unseren Theo behutsam in Empfang und verschwand ganz schnell im Op Saal, ehe uns uns klar wurde, dass es jetzt los geht. Wir gingen also raus und draußen haben sich dann meine gesammelten Tränchen auf den Weg gemacht und ich musste mich erst mal ganz fest an das Y-Chromosom kuscheln, da die Anspannung und Erschöpfung der letzten Stunden sich bemerkbar machten.

Als wir endlich dachten, dass alles losgeht, spazierte der Oberarzt erst 20 Minuten später in den Op Saal rein und da wußte ich, das Theo nun die ganze Zeit alleine da drinnen auf dem Tisch lag (noch ohne Narkose) und wahrscheinlich bitterlich weinte - naja, zumindest hatte ich dieses Bild im Kopf. Wahrscheinlich hat die Anästhesistin eh brav mit ihm gekuschelt ;) ABER sie ist halt nicht die Mami!!!!

Nach ner gefühlten Ewigkeit öffnete sich die Türe und wir durften zu Theo in den Aufwachraum und da lag verkabelt und dick eingepackt unser kleiner tapferer Zwerg. Ich durfte ihn sofort zum Stillen anlegen, doch das wollte nicht so recht klappen -  ich obernervös und zittrig und Theo pennte immer wieder weg. Da packte die Schwester einfach mal an meine Brust und half mir ;)))

Die kleinen Zwerge waren soooo tapfer und wir Eltern einfach mächtig stolz auf die tolle Leistung.
Jetzt haben wir weitere 3 Wochen den Gips oben und dann beginnt die Therapie mit der Schiene. Alles jedoch ein Klacks im Vergleich zur OP.

Hier ein paar Fotos vom heutigen Tag:

Eine Flasche Tee die ich zum Stillen noch zufüttern durfte, damit der Kleine richtig satt ist.

Doppelkinn Ole :)


Mein Onkel meinte, seine Finger und Zehen sehen aus wie Shrimps, ich mag den Vergleich.

Auch ein schöner Rücken kann entzücken.

Warten in der Op Schleuse

Die Zauberfüßchen

Jetzt heißt es warten...

...Seite an Seite

Kommentare:

  1. Kann mir gut vorstellen wie es euch ergangen ist ...hab fest an euch gedacht...Gottseidank ist nun alles geschafft und gut verlaufen. Ihr wart alle sehr tapfer und könnt stolz auf euch sein!!

    AntwortenLöschen
  2. wahnsinn wie groß unser "kleiner" auf dem einen foto mit dir schon ist :O

    endlich ist es geschafft!!

    AntwortenLöschen
  3. unser brummer!!!:-)
    gott ,ich darf mir das alles gar net so genau durchlesen,da sonst pipi aus den augen kommt!!
    aber alles ist gut gegangen <3 <3
    Tante A

    AntwortenLöschen